ETF´s erklärt

Exchange Traded Funds

 
ETF´s werden fortlaufend, wie Aktien, an der Börse gehandelt. Bei Aktienfonds findet die Preisfeststellung z.B. einmal täglich statt und bei ETF´s werden während der Börsenhandelszeiten laufend An- und Verkaufspreise ermittelt. Die Laufzeit von ETF´s sind unbegrenzt und die Mindesthandelsgröße ist ein Fondsanteil.
 
Es handelt sich bei ETF´s um offene Investmentvermögen, die einen Index nachbilden, deshalb auch Indexfonds genannt werden. Der zugrunde liegende Index soll dabei so genau wie möglich abgebildet werden. Ein aktives Fondsmanagement ist somit nicht erforderlich, somit kann die Wertentwicklung auch nie besser sein, als der vom nachzubildenden Index.
 

Kostenstruktur

Bei ETF´s gibt es keine Ausgabeaufschläge. Es fallen lediglich die Kaufspesen pro Order an. Die jährlichen Verwaltungsgebühren sind niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds und betragen zum Teil 0,15 %.
 
Bei dem Vermögen handelt es sich um Sondervermögen. Das bedeutet, dass diese Sondervermögen getrennt vom Vermögen des Drittanbieters gehalten werden und somit Insolvenzschutz besteht.
 

Methoden der Index-Nachbildung

Physische Replikation (Full-Replication-Methode)
Die im Index enthaltenen Wertpapiere werden unter Berücksichtigung ihrer Gewichtung vom Fondsmanagement gekauft. Bei der Sampling Methode werden lediglich Wertpapiere mit einem ähnlichen Rendite-Risiko-Profil erworben und der Index wird hierbei nicht exakt nachgebildet.
 
Synthetische Replikation
Hier werde sogenannte Swaps eingesetzt. Ein Swap ist ein außerbörsliches Tauschgeschäft mit einer Bank. Der ETF erhält von der Bank die Garantie, dass dieser die selbe Wertentwicklung hat, wie der Index. Dafür müssen die im Sondervermögen enthaltenen Vermögensgegenstände oder das Anlegerkapital auf die Bank übertragen werden. Das Risiko der genauen Nachbildung des Index trägt dann die Bank.

Dafür stehen zwei Varianten zur Verfügung:

Swapbasierte ETF mit Portfoliopositionen
Das Fondsmanagement erwirbt die Wertpapiere. Diese können den Index teilweise oder auch gar nicht abbilden. Ausschlaggebend ist die Swapvereinbarung, welche den Tausch des Wertpapierkorbes gegen die durch den Swap garantierte Wertentwicklung des nachzubildenden Index vorsieht.
 
Swapbasierte ETF ohne Portfolioposition
In diesem Fall investiert das Fondsmanagement erst gar nicht in die Wertpapiere, sondern investiert das Anlegerkapital direkt in einen oder mehrere Swap-Transaktion.

Der gravierende Unterschied zu gemanagten OGAW (z.B. Aktienfonds, Rentenfonds) - Short ETF´s
Wenn Sie zum Beispiel in einem Aktienfonds oder Mischfond investieren, dann verfolgen Sie den "Only Long" Ansatz. Bedeutet, das Sie auf einen steigenden Kursverlauf setzen. Bei Kursverusten schmälert sich Ihr Fondsvermögen.
Mit "Short" ETF´s können Sie an fallenden Kursen partizipieren. Fällt z.B. der DAX, können Sie mit einem Short ETF auf den DAX Gewinne erzielen, während Ihr Fonds mit Schwerpunkt Deutschland, Verluste erleidet. Sie können an den fallenden Kursen auch einen ETF wählen, der zweifach gehebelt ist. Diese Instrumente eignen sich hervorragend, um ein Depot gegen Kursverluste abzusichern.